Witschins Frühgeschichte besagt, daß der Ort bereits anfangs des 13. Jahrhunderts bestand
und Witwensitz der Königin Konstantia, der Mutter König Wenzels I., gewesen sein soll.
Der Ort, der auch ein Schloß und eine Brauerei besaß, bildete mit mehreren Ortschaften
der Umgebung ein Gut, welches später vom Stift Tepel angekauft wurde. Die Kirche war
dem hl. Jakobus geweiht. Ihre Erstehung schreibt man dem Wirken des Deutschen Ritterordens
in der ersten Hälfte des 13.Jahrhunderts zu. Die Kirche wurde während den Husitenschlachten
beschädigt. Eine völlige Zerstörung brachte der Schwedeneinfall im Jahre 1647. Witschin hatte
unter den Wirren des Dreißigjährigen Krieges sehr zu leiden. Auch die Pest forderte in reichem
Masse ihren Tribut von der Einwohnerschaft. Nach dem zweiten Weltkrieg hatten sich im Dorf, wo
vordem über 300 Menschen lebten, 30 Tschechen festgesetzt. Eine bedeutende Denkwürdigkeit ist
nicht nur die Kirche, sondern auch das Pfarrhaus.
Die Neugeschichte Witschins fang in Jahre 1978 an, wo aus den ehemaligen Pfarrhof ein Kinderferienlager
aufgebaut würde. In Jahre 1993 war der Pfarrhof renoviert und wird nun als eine Pension ausgenutzt.